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Aktuelles

Bundeslager Weitwinkel 2013 - Immenhausen

Vor vier Jahren war das Bundeslager in Immenhausen - hier könnt ihr schonmal eure Vorfreude wecken um für das Bundeslager 2017 so richtig auf Fahrt zu kommen!

Profilbild von Schlaukoboldgeschrieben von Schlaukobold

18. Juli 2017 um 10:14

Jedes Jahr gibt es diesen einen Moment auf’s neue: Der Moment, zum ersten Mal seit längerer Zeit die Kohtenbahnen auszupacken und diesen so typischen, heimischen Geruch nach schwerem Rauch, Erde und vergangenen Fahrten zu riechen. Der Geruch weckt immer wieder eine Gefühlsexplosion in mir, wahrscheinlich weil so viele Erinnerungen dahinter verborgen liegen. Wenn du ein Pfadfinder bist, dann weißt du bestimmt auch was ich meine ;-)

Nun aber zum Eigentlichen: Es ist Frühling, die Sonne verscheucht die letzten Bemühungen des Winters und so zieht es die Sippe Falken und mich auf eine Wochenendwanderung im Taunus. Für die meisten von uns ist es das erste Mal zelten im Jahr 2017, der Auftakt einer erlebnisreichen Saison.

Am Freitag Nachmittag starten wir unsere Tour an der U-Bahnstation Hohemark. Kaum aus der U-Bahn ausgestiegen, werden wir direkt von einer Frau angesprochen die uns nach unserem Tagesziel fragt und meint dass sie am liebsten mit laufen würde. Mit unseren blau-gelben Halstüchern werden wir natürlich sofort als Pfadfinder erkannt und daher fällt es anderen viel leichter uns anzusprechen. Das ist einer von vielen Vorteilen eines Halstuchs. Nach ca. 2 stündiger Wanderung kommen wir an unserem Schlafplatz für die heutige Nacht an. Aufgabe ist es, dass sich die Sippe in zweier-Gruppen zusammenfindet und sich selbst nur mit Hilfe von zwei Planen ein Nachtlager aufbaut. Die vier Gruppen machen sich direkt auf den Weg und beginnen zu bauen. Das Ergebnis ist in jeder Gruppe völlig unterschiedlich: während die einen in Hängematten schlafen, nehmen die anderen einen Hochstand zur Hilfe die Planen festzumachen. Aber alle der Lager sind erfinderisch und wasserdicht aufgebaut. Zu Essen gibt es Steaks die wir auf einem Feuer in unseren Koschis braten.

Am Samstagmorgen kommen wir nur langsam in Schwung: nach der gestrigen Nacht, die kürzer war als erhofft, wird zuerst das Feuer vom Vortag entfacht um Tee zu kochen. Bis alle gegessen und abgebaut haben ist es schon halb eins!

Nun heißt es zu laufen, Fuß vor Fuß immer weiter. Dabei singen, pfeifen und reden wir. Auf dem Großen Feldberg angekommen, essen wir eine leckere warme Suppe zum Mittagessen, bis wir uns über den kleinen Feldberg wieder in Richtung Fuchstanz und Altkönig begeben. Am Abend treffen wir auf einen Freund mit dem wir uns auf dem Altkönig verabredet haben. Gemeinsam bauen wir unser Nachtlager auf, machen Feuer, kochen Nudeln & Tee und schauen der untergehenden Sonne Richtung Feldberg zu. Mit dem orangefarbenen Licht der Dämmerung geht auch diese Fahrt zu Ende, denn am nächsten Tag heißt es nur noch den Rückweg zu bestreiten.

Profilbild von Schlaukoboldgeschrieben von Schlaukobold

09. Mai 2017 um 07:46

Am Samstag, den 25.3.17 fand unser erster Arbeitseinsatz des Jahres statt. Es gab einige Aufgaben auf unserem Gelände zu erledigen, schließlich galt es, das Einsiedel aus dem Winterschlaf zu erwecken. Rund 25 Wölflinge, Pfadfinder, RR's, Altpfadfinder und Eltern kümmerten sich um den Grünschnitt und werkelten am Bauwagen weiter. Außerdem wurde die Treppe am Parkplatz erneuert und die Wiese neben der Holzjurte entwässert. Damit auch der gemütliche Teil nicht zu kurz kommt, stärkten wir uns zur Mittagszeit mit leckeren Würstchen vom Grill und genossen die Frühlingssonne. Wir bedanken uns bei allen fleißigen Pfadfindern und Eltern, die mit Tatkraft oder Verpflegung mitgeholfen haben.

Profilbild von Bastigeschrieben von Basti

02. April 2017 um 19:05

An einem kalten aber sonnigen Freitag im Februar trafen sich 10 Phönixe am Groß-Karbener Bahnhof, um zu der diesjährigen Winter-Sippenfahrt aufzubrechen. Punkt 17 Uhr waren wir vollzählig und verteilten unseren Proviant auf die Rucksäcke, um dann mit der S-Bahn Richtung Kronberg zu starten. Zwei Tage wollten wir es uns in dem dortigen Heim des Stammes Schinderhannes gemütlich machen. In Kronberg angekommen, bedufte es noch eines 30-minütigen Fußmarsches, bis wir am Stadtrand das Stammesheim erreichten. Sobald das Feuer dort im Ofen brannte, verbreitete sich eine gemütliche Stimmung und wenig später hatten wir auch unser Essen fertig. Nach dem Abwasch verbrachten wir den Abend mit vielen Spielen und schliefen sehr gedrängt spät ein. Wer von uns gedacht hatte, dass er am nächsten Morgen ausschlafen konnte, wurde eines Besseren belehrt. Als Trost begann der Tag mit einem ausgedehnten Frühstück, bei welchem einigen von uns noch das späte Einschlafen anzusehen war. Nach dem Aufräumen und der Morgenwäsche erkundeten wir das Gelände bei Tageslicht. Viel Platz, für Zelte gab es zwar nicht, dafür aber einen dichten Wald an welchen sich eine sehr große Wiese anschloss. Zudem verfügte der Stamm über einen Strom- und Wasseranschluß, was das Leben doch ungemein erleichtert. Den Vormittag über nahmen wir die Pfadfinderregeln auseinander und versuchten Sinn und Zweck zu ergründen. Übereinstimmen mussten wir feststellen, dass die Regeln, nach denen wir leben wollen, eigentlich ganz einfach sind und uns das Leben in der Gemeinschaft erleichtern. Es wäre nur zu schön, wenn sich ein Teil davon auf die Schule übertragen ließe. Nach all der Theorie galt es für das Mittagessen Tatkraft zu zeigen. Vincent, Christian und Jan waren für das Zubereiten des Pizzateiges verantwortlich und das sah man ihnen auch bereits nach wenigen Minuten an. Mit Mehl gepudert, kneteten sie mit bloßen Händen die 5 Kg Teig. Masse war gefragt, denn wir erwarteten Besuch von den Kronberger Pfadfindern, die jeden Samstag ihre Gruppenstunde abhielten. Gemeinsam verbrachten wir den Nachmittag, spielten Baseball und Schmuggler und vertilgten 15 Pizzableche, die Floh im Akkord nacheinander in den Ofen schob. Gut genährt verabschiedeten wir uns am Abend von unseren Gastgebern und machten uns auf den Weg zur Burg. Eigentlich war die Burg zu dieser Jahreszeit geschlossen, doch wir hatten uns dort mit einer Nacht- bzw. Taschenlampenführung „eingebucht“. Sehr erleichtert waren wir, als unser Guide zu Beginn versprach, uns mit den ganzen Jahreszahlen während der Führung weitestgehend zu verschonen. Mit Taschenlampen zogen wir nun durch die leere Burg und erfuhren eine sehr kurzweilige Führung, die wir nur weiterempfehlen können. Im Stammesheim wieder angekommen, wärmten wir uns schnell mit Tee und spielten, bis auch der Letzte freiwillig in seinen Schlafsack stieg. Am nächsten Morgen fiel das Frühstück leider nicht mehr so ausgiebig aus, da wir Packen und Aufräumen mussten. Wieder führte uns der Weg zur S-Bahn, die uns nach einmaligen Umsteigen nach Karben brachte. So schnell ging also wieder eine Fahrt vorbei. Wir freuen uns schon auf wärmere Temperaturen, wenn wir wieder mit dem Zelt unterwegs sein können. Eure Sippe Phönix

Profilbild von Flohgeschrieben von Floh

19. März 2017 um 18:39

Eigentlich wollten wir unsere erste Fahrt mit Ruhe angehen, doch der diesjährige Hajk direkt vor unserer Haustür im Taunus versprach für uns ein Heimspiel zu werden und so wagten wir die Teilnahme, um uns mit anderen Sippen des Landesverbandes freundschaftlich zu messen. Auf Fahrt zu sein ist eben doch etwas Anderes, als die zahlreichen Lager, die wir bis dato erlebt hatten. Noch recht grün hinter den Ohren (unsere Sippe besteht erst seit wenigen Monaten), bedurfte es an unserem Treffpunkt am Karbener Bahnhof noch einer kleinen Rucksackkontrolle und Ausrüstungsergänzung. Woher sollte man auch schließlich wissen, dass Süßigkeiten daheimbleiben und man besser den Platz im Rucksack für Verpflegung nutzen sollte. Nachdem dieser Lerneffekt auch den Letzten erreicht hatte, machten wir uns auf den Weg zur Hohemark, der letzten Bahnhaltestelle vor dem Taunus von Süden her betrachtet. Viel zu früh angekommen warteten wir nun auf die Instruktionen, welche uns bis Sonntag beschäftigen sollten. „Überlebe den Fallout“ war das Motto und so drehte sich Einiges um den nuklearen Supergau, den es zu überleben galt. Dafür hielten wir uns für gut gerüstet und erwarteten mit Spannung die nächsten Tage. Nachdem das Orgateam in weißen Schutzanzügen und Atemschutzmasken erschien, uns die dramatische Situation schilderte und uns die Aufgaben zuteilte, galt es zunächst die Etappenziele herauszufinden und die Wegstrecke entsprechend zu planen. Bestärkt durch den Heimvorteil machten wir uns Richtung Fuchstanz auf. Das Ziel erschien schon nach 30 Minuten in unerreichbarer Ferne, da bereits die Ersten den drückenden Rucksack, den viel zu steilen Weg, oder aber die fehlenden Pausen reklamierten. Mit eisernem Willen und vielen guten Worten kämpften wir uns voran und verbrachten die Nacht in einer Schutzhütte, unweit unseres ersten Etappenzieles. Auf den Aufbau einer Kothe haben wir auf Grund der Dunkelheit und der Strapazen verzichtet. Ruhe und Entspannung kehrte ein, als wir unser Essen zubereiteten und uns an das Lösen der Rätsel in dem Hajkheftchen machten. Entgegen den Vorstellungen unseres Sippenführers fiel die Nachtwache aus, die uns vor nächtlichen „Überfällen“ schützen sollte. Passiert ist nichts – Glück gehabt. Eigentlich wollten wir ja Wimpel mopsen, doch haben wir das Vorhaben kurzentschlossen auf die nächste Fahrt verschoben.

Früh am Morgen weckte uns die strahlende Sonne, doch das sollte nicht so bleiben. War ja klar! Wenn wir mal unterwegs sind, kommt entweder wie beim Pfingstlager ein Kälteeinbruch, oder Regen kündigt sich nach 4 Wochen Trockenheit an. Es hieß also zeitnah zu Frühstücken und den Wegpunkten aus dem Hajkheft zu folgen. Unsere Sippenführung hatte durch unsere fehlende Fahrtenerfahrung ein Einsehen und so ließen wir Wegpunkte aus, welche nicht auf dem direkten Weg zum abendlichen Treffpunkt am Hessenpark lagen. Wie wir in den kommenden Stunden leidvoll erfahren mussten, befindet sich der Hessenpark auf der anderen Seite des Taunus, was für uns einen kräftezehrenden Anstieg von rund 400 Höhenmetern bedeutete. Diese Situation schweißte uns jedoch zusammen. Starke Läufer übernahmen zusätzliches Gepäck und so schafften wir es gemeinsam an den Scheitelpunkt. Hier angekommen gönnten wir uns eine ausgiebige Mittagspause in einem alten Römerkastell, bzw. was davon noch übriggeblieben ist. Hier trafen wir auch weitere Sippen, die diese Ruine ebenfalls als Rastplatz wählten. Gegenseitig wurde Essen gereicht und über die gestellten Aufgaben gesprochen. Trotz unserer noch gelben Halstücher fühlten wir uns angekommen im Kreise der Blau-Gelben-Gemeinschaft. Danach folgte der Endspurt. Regen hatte sich angemeldet und nun galt es möglichst schnell die verbliebenen sechs Kilometer zu absolvieren, um die Kothe am Lagerplatz im Trockenen noch aufzubauen. Immer am Limes entlang, ganz einfach. Wieder drückten die Rucksäcke und die Füße wollten auch nicht mehr so recht. Am Hessenpark angekommen, bemerkten wir nach einiger Zeit, dass wir uns bei dem Einzeichnen der vorgegebenen Koordinaten um wenige Millimeter vermessen hatten. Somit war schnell klar, warum wir ganz alleine vor dem Haupteigang herumlungerten und von der dortigen Hochzeitsgesellschaft beäugt wurden. Das Stammesheim der Taunus-Pfadfinder, welches etwas nördlich gelegen ist, war schnell erreicht. Dort angekommen, schienen wir der Apokalypse sehr nahe. Empfangen wurden wir von schwer bewaffnetem Sicherheitspersonal und Personen in weißen Overalls. Jetzt erinnerten wir uns auch wieder an das Thema des Laufes: „Überlebe den Fallout“. Überlebt haben wir. Angekommen sind wir auch. Doch wer sich nun in Sicherheit glaubte, wurde durch die dunklen Wolken am Himmel rasch wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Schnell wurde die Kothe aufgebaut und das Gepäck verstaut. Mit vereinten Kräften galt es nun die Gemeinschaftsjurte wetterfest zu machen. Der nun einsetzende starke Regen und die damit sinkenden Temperaturen raubten uns jedes Interesse an dem weiteren Spielgeschehen, auch wenn sich das Orgateam redlich mühte die ausgedachte Spielidee zu Ende zu bringen. Es dauerte noch ziemlich lange, bis auch die letzten Sippen eintrafen und wir gemeinsam am Lagerfeuer saßen, um das nicht mehr genau identifizierbare Abendessen zu vertilgen. Geschmeckt hat es aber dennoch und es war gut endlich etwas Warmes im Bauch zu haben. Müde vom Laufen, durchnässt vom Regen zogen wir uns alsbald in die warmen Schlafsäcke zurück und beendeten leise und ruhig den Tag.

Wer an Ausschlafen dachte, musste sich eingestehen, erst an wenigen Hajks teilgenommen zu haben. Durchnässt und mehr oder weniger motiviert formte sich die Morgenrunde und es war fast allen anzusehen, dass sie diesen nassen Flecken Erde schnellst möglichst verlassen wollten. Nach der großen Frühstückrunde galt es noch die Jurten abzubauen, bevor es auf den Heimweg ging. Unser Sippenführer hatte ursprünglich vor, bis zur Saalburg zu laufen, um eine Tarifzone zu sparen. Wir hatten die „Gnade der ersten Fahrt“ auf unserer Seite und so bestiegen wir den Bus direkt am Hessenpark. Dabei hatten wir ungemeines Glück, dass der Kassenautomat im Bus defekt war und wir so ohne zu bezahlen bis Bad Homburg fuhren und erst dort unsere Fahrscheine lösen mussten. Also eine win/win Situation. Wir mussten nicht zur Saalburg laufen und haben dennoch Geld gespart. Zuhause angekommen überkam uns in unserer kleinen Abschlußrunde trotz aller Anstrengungen doch ein wenig der Stolz, dass wir bei unserer ersten Fahrt die geschilderten Erlebnisse gemeistert hatten...und als wäre dies noch nicht genug, wurde auf der LV verkündet, dass wir den zweiten Platz belegt hatten. Mit etwas Abstand können wir nun behaupten, dass wir uns bereits auf den nächsten Hajk freuen, dann bestimmt auch mit Blau-Gelben Halstüchern. Dem Orga-Team vom Taunusbezirk an dieser Stelle einen herzlichen Dank für die Ausrichtung

Sippe Phönix

Profilbild von Flohgeschrieben von Floh

04. Dezember 2016 um 21:28

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